Posts mit dem Label Amed Scuba werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Amed Scuba werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Februar 2010

GOA LAWAH



Der Fledermaustempel Pura Goa Lawah
Fledermäuse hängen wie Trauben von der Decke. Goah Lawah ist einer der beliebtesten Tempelanlagen hier auf Bali.
Auf dem Weg von Amed nach Ubud folgen wir bei der Tauchtour von Amed Scuba der wunderschön gewundenen Küstenstraße Richtung Süden. Auf halbem Weg treffen wir auf ungewöhnliche Zeremonien, die sich um einen Tempel gruppieren und uns am weiterfahren hindern. Also steigen wir aus, nachdem wir im Gewühl einen Parkplatz entdeckt haben und folgen der Prozession in den Tempel hinein. Da wir Touristen sind, erwerben wir eine Eintrittskarte für 15.000 Rupiah (ca. 1,5 Dollar), wofür wir auch gleich einen Sarong und einen Tempelschal erhalten, um angemessen in den Tempel treten zu können. Pura Goa Lawah heißt diese wunderschöne Tempelanlage, die als hintere Wand eine größere Höhle hat, in der tausende von Fledermäusen Kopf unter hausen. Die gesamte Wand scheint belebt von diesen eng nebeneinander traubenförmig herabhängenden kleinen zappelnden und schwatzenden, schwarzen Flugwesen. Es handelt sich dabei um so genannte Fruchtfledermäuse, eine kleinere Art der Flughunde.
Pura Lawah erscheint in allen Verzeichnissen der Sad Kahyangan (den sechs heiligsten Tempeln Balis) und wurde bereits im 11. Jahrhundert von Empu Kutaran, dem hohen Hindu-Priester aus Java gegründet. Wahrscheinlich ist die uralte Höhle aber bereits ein aus der animistischen Zeit Balis stammendes uraltes Heiligtum gewesen.
Die gläubigen Balinesen sind überzeugt, dass die Höhle eine direkte Verbindung zu über ein ganzes Höhlensystem zum Fuße des Gunung Agung Bergheiligtums hat und somit eine direkte Verbindung zu Shiva dem Hauptgott der Hindus. Shiva ist gleichzeitig der Schöpfer- und der Zerstörergott und somit wichtig für die Inkarnation verstorbener Balinesen. Daher ist auch der Haupttempel im Pura Goa Lawah dem Gott Shiva mit seinen 11 Merus gewidmet. Shiva hat somit einen direkten Einfluss durch das Höhlensystem hinunter in den Tempel hinab, den die gläubigen Angehörigen der Verstorbenen nutzen, um deren Asche zu weihen und im Anschluss in das Meer zu entlassen. Hier findet also der Höhepunkt der Kremation statt, bei dem die Seele des Verstorbenen gereinigt worden ist durch die Erde, die Luft, das Feuer und zum Abschluss durch das Wasser.
Die Theorie des Höhlensystems wird auch hier wieder durch eine alte Geschichte gestützt, die von den Balinesen erzählt wird. Es war einmal ein junger Prinz der Mengwi-Dynastie, der im 17. Jahrhundert Anspruch auf die Thronfolge erhob und Herrscher werden wollte. Das höchste Gericht in Klungkung beschloss, dass er seinen Anspruch belegen sollte, indem er in den Höhlen übernachten sollte, in der sich neben den Fledermäusen auch Schlangen befinden sollen. Als der junge Prinz nach einigen Tagen wieder in Besakih am Muttertempel am Fuße des Gunung Agung auftauchte, wurde sein Anspruch auf den Thron als gerechtfertigt angesehen und sein Auftauchen wurde als Beweis für die Höhlentheorie gesehen.
Auf jeden Fall lohnt sich ein Stopp an dem schönen kleinen Tempel, der heute Heimat für viele Fledermäuse geworden ist, die in der Tempelhöhle ein sicheres Zuhause gefunden haben.
In dieser dunklen Höhle, so glauben die Balinesen ebenfalls, leben die Unterweltgötter, die sich in Form von Schlangen manifestieren. An Oberster Stelle steht hier die Unterweltgottheit Sanghayang Naga Basuki, der Herr der Schlangen. Naga Basuki ist eine der beiden Unterweltschlagen, die andere ist Antaboga, die zusammen die Weltschildkröte Badawang umschlingen, auf der die Insel Bali ruht. In den Tiefen der Höhle sollen also Schlangen hausen, die die Manifestation von Naga Basuki sind und welche sich von verendeten heiligen Fledermäusen ernähren.

Die Gerichtshalle Kerta Gosa
Bei der Tauchreise von Amed Scuba kommen wir auf dem Weg nach Ubud durch die alte Majapahit-Hauptstadt Klungkung, wo sich der oberste Gerichtshof Balis befunden hat. Nach dem Zusammenbruch des javanischen Majapahit-Imperiums landeten Ende des 15. Jahrhunderts die ersten hindu-javanischen Emigranten an der Südostküste von Bali und wählten das südlich vom heutigen Klungkung gelegene Gelgel als Sitz ihres neuen Königreiches aus. Damit trat die hinduistische Majapahit-Dynastie aus Java die Herrschaft über ganz Bali an. Ihre Hegemonialstellung begründeten sie mit dem Titel Dewa Agung (Erhabener Gott). Mitte des 17. Jahrhunderts zerfiel das Gelgel Reich in ein Dutzend selbständige, sich häufig befehdende Fürstentümer, über deren Geschichte viele balinesische Bücher Auskunft geben. Die Gelgel oder Klungkung Dynastie, deren Hauptsitz ca. 1710 von Gelgel nach Klungkung verlegt worden ist, wurde aber weiterhin als das ranghöchste Dynastie Balis anerkannt und ihre Angehörigen als hohe Kaste verehrt, weil sie die älteste der balinesichen Fürstengeschlechter darstellt. Am Hofe der Klungkung Fürsten erreichten Musik und Tanz sowie die heute noch gepflegte Wayang Malerei eine Blüte. Überdies war Klungkung Jahrhunderte lang Sitz des für die gesamte Insel zuständigen obersten Gerichtshofes. Die berühmte Gerichtshalle Kerta Gosa aus dem 18. Jahrhundert ist noch heute zu bewundern. Sie gilt als eines der schönsten Beispiele balinesischer Profanarchitektur. Hier richteten einst hohe Brahmanen-Priester im Namen des Königs über alle Verbrechen. Ihre Deckengemälde im Dachstuhl verdeutlichen sehr anschaulich, welche Strafen ein Verbrecher zu erwarten hatte. Diese Fresken sind im reinsten Wayang-Stil gestaltet. Die unteren Bildreihen schildern alle Folterqualen der Hölle, während die oberen alle Wonnen des Paradieses darstellen. Eine von zwei Naga-Schlangen flankierte Treppe führt hinauf zu dem auf einem zwei Meter hohen ‚Steinpodest stehenden Justizpavillon. Inmitten eines künstlichen otosteiches liegt der schwimmende Pavillon Bale Kembang. Auch dieses Bauwerk, in das sich der Raja mit seinen Konkubinen während der heißen Tageszeit zurückzog, besitzt wunderschöne Deckenfresken der Wayang-Malerei.

Den Untergang der Majapahit-Dynastie veranschaulicht Vikki Baums Roman “Liebe und Tod auf Bali“. Nachdem ein chinesisches Handelsschiff in Sanur gestrandet war und die Balinesen dessen Inhalt nicht legal in Besitz genommen hatten, nutzten die Holländischen Besatzer diesen Anlass um gegen die süd-balinesischen Fürstentümer los zu ziehen und diese schlecht ausgerüsteten Krieger zu unterwerfen. Wie andere Herrschergeschlechter zogen auch die Familie und das Gefolge des Dewa Agung den Puputan-Freitod vor anstatt sich der Übermacht der Holländer zu unterwerfen. Bei der holländischen Strafexpedition im Jahre 1908 wurden der fürstliche Palast und die meisten bedeutenden Bauwerke in Klungkung zerstört.

Götter und Dämonen

Geister und Dämonen

Als ich heute Morgen auf Bali erwachte, herrschte eine unglaubliche Stille. Ich genoss das Rauschen des Meeres, das Gezwitscher der Vögel und selbst die sonst immer störenden Hühner schien man kaum wahrzunehmen. Kein Verkehrslärm, keine Maschine störte dieses Idyll und ich dachte, so friedlich musste Bali früher einmal gewesen sein! Ein einziges Fest für die Augen und Ohren, eine grüne Landschaft und nur die Tiere sind zu hören, und ich danke diesem Fest Nyepi, das mir diese Ruhe beschert, die sich bis in mein Inneres ausbreitet und mir diesen wunderbaren entspannten Tag der Stille schenkt! Zwischen Himmel und Erde schwirren grellbunte Schmetterlinge, exotische Vögel singen ihr Lied vor leuchtend roten riesigen Hibiskusblüten, und feurig leuchtenden bunten Bougainvillea Blüten. Zwischen Mensch und Natur, zwischen Göttern und Dämonen scheint es eine unglaubliche Ausgeglichenheit zu geben, die uns Beobachter erstaunen lässt und über die ich hier berichten möchte.
Jede Aktivität ist heute an Nyepi, dem Tag der Stille, verboten. Niemand darf heute herumfahren und auch möglichst nicht auf die Straße gehen. Wird man in Amed auf der Straße angetroffen, so zahlt der erwischte Balinese bis zu 500.000 Indonesische Rupiah, was einem Monatslohn entspricht. Heute dürfen die Balinesen weder kochen, noch Licht machen. Der Tag soll ihnen zur Ruhe, inneren Einkehr und Meditation dienen. Die Geschäfte bleiben geschlossen.
Nyepi ist ein altes balinesisches Fest der Hindus und wenn es heute auch von vielen aus anderen Gründen als sehr positiv gesehen wird, weil die Natur einen Tag zum Durchatmen ohne jeglichen Verkehr und Umweltverschmutzung erfährt, so basiert das Fest doch auf diesem alten Glauben.
Die Hindus hoffen, dass die verängstigten Dämonen, die gestern am Ogah Ogah Fest die Insel verängstigt verlassen haben, weil die bösen Götter gestern symbolisch unter viel Lärm und Hurrah von den Balinesen verbrannt wurden, nicht mehr nach Bali zurück kehren, da die Insel heute am Silent Day (Nyepi) für die Dämonen unbewohnt erscheint. Fliegt einer dieser bösen Götter heute über die Insel so denkt er, „oh, die Balinesen sind geflohen“ und der böse Dämon zieht von dannen. Auf Bali, so glauben die Balinesen ganz fest, hat der Glück, der die Seelen der Dämonen durch Opfer und Rituale gnädig stimmt und das Wohlwollen der guten Geister und Götter auf seiner Seite hat. Bevor der indisch geprägte Hinduismus durch die Immigration der javanischen Intellektuellen nach Bali kam und eine neue Kulturepoche einleitete, war unter den Ureinwohnern Balis der Animismus weit verbreitet und findet auch heute noch seine Platz im hinduistischen Glauben der Balinesen. Das lateinische Wort „anima“ bedeutet Seele und somit glauben die Balinesen auch heute noch an die Beseeltheit der Natur. Dazu gehören nicht nur die Tiere, sondern auch das Wasser, bestimmte große oder einflussreiche Steine, das Feuer, der Wind usw. sondern vor allem auch die Geister, deren Seelen sich positiv oder negativ auf die Balinesen auswirken kann. Also finden wir neben dem Hinduismus noch eine Form der Naturreligion vor, die von den Balinesen perfekt in ihren hinduistischen Glauben mit integriert worden ist.
Auf Bali sind die Menschen und ihre Götterwelt noch untrennbar miteinander verbunden und sie stehen in ständigem Kontakt mit ihren Göttern und sind gleichzeitig auch von böswilligen Dämonen umgeben, die es durch Opfergaben zu beruhigen gilt. Die Balinesen verstehen diese Götterwelt ganzheitlich. Ohne Böses kann es nichts Gutes geben, aber beide Kräfte müssen miteinander im Ausgleich stehen, um zu verhindern, dass die böse Seite die Oberhand gewinnt. Dieser Dualistische Ansatz soll in Balance gehalten werden und dazu dienen die beiden Feste Ogah Ogah und Nyepi, aber auch die täglich dargebotenen kleinen liebevoll zubereiteten Opfergaben, die jeder Haushalt jeden Tag auf den Boden legt, wo sich die bösen Dämonen ja bekanntlich aufhalten. Diese kleinen täglichen Opfergaben enthalten zumeist ein wenig Reis, Früchte und Blüten. Aber auch die Feste, die in den letzten Tagen hier stattgefunden haben und mit großen Opferzeremonien verbunden waren, tragen dazu bei, die Balance zwischen Göttern und Dämonen wieder herzustellen. Die Opferdarreichungen sind für die Buta-Kalas, die bösen Geister bestimmt, die sich nach dem balinesischen Glauben vor allem auf dem Boden aufhalten und daher werden sie täglich mit kleinen Opfergaben beruhigt und zufrieden gestellt und die bösen Geister daran hindern in das eigentliche Wohnhaus einzudringen.
Diese Woche fanden eine Reihe von exotisch anmutenden Ritualen statt, die von farbenfroh gekleideten und fröhlichen Balinesen praktiziert wurden.
Einmal im Jahr am Ende des balinesischen Saka Jahres werden die so genannten Bhuta Yadnaya Riten vollzogen.
Bei der Melasti Prozession sind wir von Culik aus nach Amed ans Meer gelaufen und die Tempelgemeinschaften haben ihre kleinen hölzernen Tempelschreine und Statuen in denen die Götter Platz nehmen, wenn sie zu den jeweiligen Tempelfesten von den Dorfbewohnern eingeladen werden, ans Meer getragen. Diese kleinen Tempelschreine, die man Pratima nennt, mussten in einer rituellen Zeremonie am Meer gereinigt werden. Die Prozessionsteilnehmer tragen zum Zeichen der Reinigung weiße Kleidung und auch für die Teilnehmer dient dieser Prozess der inneren Reinigung und Vorbereitung auf Nyepi.
Gestern begann die Abschluss Zeremonie, die in dem Ogah Ogah Umzug endete, mit dem Gebet und den hierfür nötigen Opfergaben. Farbenfroh gekleidete und lustig schwatzende Balinesen kamen an der Kreuzung in Culik zusammen und versammelten sich dort zum gemeinsamen Gebet. Denn am letzten Tag des Saka Jahres werden in jedem Dorf spezielle Opfergaben für die Dämonen an der Hauptstraße oder Hauptkreuzung des Dorfes niedergelegt und gemeinsam wird mit den höchsten Dorfpriestern um Frieden gebetet. Zuvor tanzen noch die anmutigen jungen unschuldigen Legong Tänzerinnen ihren Tempeltanz und auch Barong tanzt für das Wohl der Dorfbewohner.
Der Barong ist ein Sammelname für ein mystisches Wesen, das zumeist in Tiergestalt auftritt. Hier in Culik tanzt für uns ein löwenähnliches Tier der so genannte Barong Ket. In dem Kostüm des Barong Löwen schwitzen zwei Männer, die jeweils die Vorder- und die Hinterbeine des Barong stellen und bei ihrem Tanz in Felle gekleidet sind.
Der Vordermann trägt gleichzeitig eine riesige Maske und lässt dabei deren Kiefer Furcht erregend gegeneinander klappern. Dem balinesischen Glauben nach besitzt ein Barong eine ungeheure magische Kraft, die sowohl für als auch gegen die Menschen gerichtet sein kann. Der falsche Mann unter der Maske, so glauben die Balinesen, und diese gewaltige Kraft kann sich gegen den Träger selbst und gegen die Dorfbewohner richten. Daher ist bei der Auswahl für die Balinesen äußerste Sorgfalt geboten.
Der Höhepunkt des Festes fand nach dem Gebet und den Opfergaben statt. 14 Banjars (Dorfgemeinschaften innerhalb des Ortes) haben jeweils ein erschreckendes Ogah Ogah-Monster aus Bambus, Holz und Pappmache gebaut. Fantasievolle, künstlerische Fabelgestalten zogen mit ihren jungen Trägern durch das Dorf. Im Zentrum beim Markt werden die Gestalten von ihren Trägern hin- und hergeschüttelt, und lärmend mit viel Gelächter gedreht und um den Dorfmittelpunkt getragen. Gamelanorchester, Fackeln, Feuerspucker, Gelächter, Geschrei und Feuerwerkskörper begleiten den lustigen Zug. Ziel ist es das Böse in den Ogah Ogah Figuren zu fangen, die Dämonen in diese hinein zu locken, um die Figuren -und damit alles Böse - am Ende auf dem Friedhof zu verbrennen.
Am nächsten Tag findet das Nyepi Fest statt. Hier beginnt das balinesische Neujahr. Ein Tag der Stille und Einkehr! Die Balance und Ganzheit des balinesischen Kosmos scheint damit wieder hergestellt zu sein.


Mehr Informationen lassen sich unter den Stichpunkten:
Kleine Kultur- und Tauchrundreise und
Große Kultur- und Tauchrundreise
von Amed Scuba in Bali finden




























Montag, 1. Februar 2010

Der Boss?

Leben in Bali 
Wer bin ich
Christine Sbick
Biologin und Historikerin

Großartiges Team und Freunde in Amed Scuba
Ausbildung: Ich tauche seit meiner Uni Zeit an der Technischen Universität in Berlin, wo ich das Glück hatte, Biologie und Geschichte zu studieren. Eine fundierte Tauchausbildung erhielt ich an der TU-Berlin. Für ein halbes Jahr durchlief man hier alleine die ABC Ausbildung, um im Folgenden Halben Jahr die eigentliche Tauchausbildung zu absolvieren. Unser Kurs führte uns zum Abschluss nach Korsika, wo wir bei den wunderbaren Lavezzi Inseln tauchten. Gründlich ausgebildet, jedoch ohne Schein fiel mir im Anschluss die Padi Ausbildung nicht schwer, die ich in Australien am Great Barrier Reef durchlief. Die Liebe zum Tauchen ließ mich nie wieder los und so führten mich meine Interessen immer wieder dem Meer zu. Dank meiner Ausbildung als Biologin durfte ich daher auch ein Meeresbiologisches Praktikum in Südfrankreich im Institut von Banjules besuchen, was meine Artenkenntnis des Mittelmeeres weiter vertiefte und mir viel über die Kleinstlebewesen des Meeres verriet.
Boot in Düsseldorf
Doch die riffbildenden Korallen waren immer mein Traum und ich wollte mehr über das Leben im Korallenriff erfahren. Daher vervollständigte ich meine Tauchausbildung in Cairns im Cairns Dive Center, wo ich meinen Rescue Diver und auch meinen Divemaster 2001 ablegte und Praxis Erfahrung bei meiner Arbeit im Outer Reef auf dem Boot und im Laden von CDC sammeln konnte.
Ich schloss jedoch meine Ausbildung als Studienrätin mit dem Zweiten Staatsexamen in Biologie und Geschichte ab und unterrichtete über viele Jahre wunderbare junge Menschen. Nach wie vor arbeite ich gerne als Studienrätin am Gymnasium.
Zeit für das entspannte Tauchen
Die Tauchschule Amed Scuba gründete ich, um Arbeitsplätze in Bali zu schaffen und mich um mehr Bildung im Umweltsektor zu bemühen und um gleichzeitig meinem großen Hobby der Meeresbiologie näher zu sein. Daher ist Amed Scuba der Schutz der Korallenriffe und der Umwelt ein großes Anliegen. Diesen Schutz hoffe ich zu erreichen, indem ich den Menschen, die bei Amed Scuba arbeiten und denen die unsere Gäste sind, die Liebe für dieses einmalige und traumhafte Ökosystem vermitteln kann. Denn nur was man kennt, das liebt man.

Wo bin ich
Auch die Arbeit im Internet gehört zum Tagesgeschäft für AS
Im Augenblick lebe ich auf Bali in Amed im Bereich Bunutan in einem kleinen Fischerdorf. Hier ist alles noch recht ursprünglich und die Menschen haben noch viel Zeit für Konversation, Lachen und den natürlichen Tagesablauf, der vor Sonnenaufgang beginnt und nach Sonnenuntergang unter einem fantastischem Sternenhimmel langsam seinem Ende zugeht und mir viel Zeit für mein Hobby das Lesen lässt.

C. Sbick, Reisen bereichert
Was mache ich
Natürlich in erster Linie meinem Lieblingshobby nachkommen und Tauchen. Meine Lieblingstauchplätze hier in Bali sind das Schiffswrack der U.S.A.T. Liberty, die wundervollen Korallengärten um Gili Selang und die Korallengärten und Steilwand rund um den Tempel im Süden Bunutans. Hier gibt es so vieles zu sehen und Neues zu entdecken.
Gerne gehe ich auch selber auf Touren rund um Bali und erkläre unseren Gästen von Amed Scuba mehr über Land, Leute und Kultur. Dabei betauchen wir die unterschiedlichen Tauchplätze der Insel.
Meine Aufgabe hier bei Amed Scuba ist vor allen Dingen neben dem Tauchen die Internetarbeit. Gerne stehe ich im Laden oder am Computer den Leuten bei ihren Fragen zur Verfügung und berate und gebe Ausflugstipps, wenn ich kann. Langsam vermittle ich Englischkenntnisse und versuche eine fundierte theoretische Ausbildung für meine Leute zu erreichen. Die Praxis liegt dann in den Händen des Instruktors.



Was mag ich gerne
Tauchen, Schnorcheln, Reisen und andere Kulturen und interessante Menschen kennen lernen, Lesen, Konzerte, Ausstellungen, Theater
Italienische Küche, Amarone oder Französische und Sardische Rotweine, auch mal einen guten schottischen Whiskey wie Laughroig
Bücher:
Douglas Adams, Anhalter… und Die Letzten ihrer Art;
Tauchen ist meine Leidenschaft, Amed Scuba in Bali
Werner Dahlheim, Die Antike
Jack Kornfield, Das weise Herz
Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon
V.S. Naipaul, Reiseberichte
Schätzing, Der Schwarm;
Tiziano Terzani, Reiseberichte
Und so vieles mehr…


Barockmusik vor allem Bach und Pergolesi. Mozart, na klar und Chopin
Safri Duo und ihre wunderbare Percussionsmusik
Balinesisches Geniek, aber nur, wenn ich mitsingen darf ;-)
Sting, U2, Beatles, bei schlechter Laune auch Abba.

Filme
Star Wars, Enterprise, Herr der Ringe, Matrix, Bladeruner
All Gore, Eine unbequeme Wahrheit

Sama - Der Guru

Sama

I Gede Sama
Geboren: 17. August 1981

Sama ist vom Padi Ausbildungsstand zwar erst Rescuediver, aber er besitzt unglaublich viel Erfahrung, von der wir alle bei Amed Scuba profitieren. Daher ist er unser aller Lehrer beim Tauchen und bei der Organisation des Ladens. Auf charmante Art bringt er sogar Christine das Reiskochen bei.
Sama begann das Tauchen bereits nach seinem Schulabschluss. Zunächst lernte er in Nusa Dua in der Makota Karang Diveschool, wo er für 3 Jahre arbeitete. Danach wechselte er zu Mega Dive, dessen Besitzer aus Japan sich auf Unterwasserfotografie spezialisiert hatte und der seine Basis zunächst in Bunutan gründete, bevor er mit seinem Laden und auch mit Sama nach Kuta überwechselte. Sama arbeitete für fünf Jahre bei Megadive zunächst in Bunutan, wo er auch seine zukünftige Frau kennen lernte und dann in Kuta, wo er sich besonders um die Kunden aus den Sterne Hotels kümmerte.
2002 bis 2009 kam er zurück nach Bunutan, wo er im Hotel Apa Kabar die Tauchschule managte und dem Besitzer ein Freund wurde. Auch heute steht er Apa Kabar noch immer mit Rat und Tad zur Seite, aber Sama leitet nebenbei noch sein eigenes Restaurant und arbeitet seit 2009 im Team von Amed Scuba mit.
Seine bevorzugten Tauchgebiete sind das Japanische Schiffswrack mit seinem Korallengarten, Sama liebt die Drifttauchgänge in Bunutan, er mag die US. Liberty, Kubu, um Frogfish zu sehen und den Tempelplatz in Bunutan besonders gerne. Eigentlich mag er alle Plätze, wo er seine Gäste beim Tauchen glücklich machen kann. Besonders, wenn er beim Nachttauchgang den 1,5 Meter langen Barrakuda küsst.
Seine Hobbies sind neben dem Tauchen die Politik. Er liest jeden Tag die Tageszeitung Bali Post, verfolgt die politischen Reden aus Jakarta im Fernsehen und beschäftigt sich mit aktuellen Ereignissen in Indonesien. Neben Volleyball, das er aktiv im Banjar in Bunutan betreibt und dem Fischen, gilt aber sein Hauptinteresse dem Geschäft. Er interessiert sich für ökonomische Entwicklungen und dem Aufbau neuer Projekte. Er redet super gerne über neue Geschäftsideen, wobei er immer eine Menge guter praktischer Tipps hat. Sama liebt das Autofahren und geht gerne mit den Kunden auf Tauchtour, weil er enger mit den Kunden in Kontakt kommt und die unterschiedlichen Tauchgebiete in Bali betauchen kann. Langweilig wird es einem mit Sama eigentlich nie, denn er hat immer einen flotten Spruch auf Lager, scherzt gerne mit seinen Gästen und ist dabei sehr einfühlsam und immer gastfreundlich! Viele unserer Gäste kamen schon wieder, weil sie die angenehme Atmosphäre schätzen, die wir zusammen erzeugen.
Sama liebt Musik, besonders Reggae and langsame Liebeslieder.
Sein Lieblingsgetränk ist Coca Cola, Spezi, auf dessen Geschmack ihn ein deutscher Gast brachte und Sama trinkt manchmal geringe Mengen Bier. Er ißt besonders gerne gegrillten Snapper und alles gerne was seine Frau zaubert. Ausgesprochen ungewöhnlich für Balinesen: Sama raucht nicht!
Natürlich liebt Sama Aktionfilme, aber vor allem schätzt er lustige Filme, bei denen er ausgiebig lachen kann. Er liebt besonders Tom und Jerry und Mister Bean, Piraten der Karibik und Ramboooooooooooooo
Sama ist total verrückt nach seinem Sohn Agus, ein süßer und frecher kleiner Junge von fünf Jahren. Er schleppt ihn überall mit sich herum, um ihm alles Mögliche zeigen zu können und lehrt ihn bereits die ersten Worte in Englisch. Er leitet zusammen mit seiner Frau das Warung Mangga und das Sun Set Restaurant in Jemeluk mit einem atemberaubenden Blick und super leckeren einheimischen und internationalen Speisen.

Die Divemonster

Wer mehr über Amed Scuba´s Instructor Alex erfahren möchte, der sollte auf jedenfall seine Webseite anschauen. Alex zeigt hier selber seine Leidenschaft zum Tauchen, was soll ich da noch über ihn schreiben ;-)
Mehr Informationen über unser Meeresbiologisches Projekt könnt Ihr dort ebenfalls finden!


Kari

I Wayan Kariawan
Geboren: 05.05.1987

Kari hat eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. 2005 machte er das Abitur und arbeitet seit 2008 bei Amed Scuba und lernte hier zunächst die englische Sprache. Kari liebt das Tauchen und ist gerne im Kontakt mit Kunden, um ihnen zu Helfen und ihnen seine Kultur und sein Land näher zu bringen.
Seine Hobbies sind vor allem Sport: besonders interessiert er sich für Fußball. Er ist ein Fan von Barcelona und dem argentinischen Kapitän Leonel Messi. Natürlich liebt er das Tauchen und achtet auf die Bedürfnisse der Kunden von Amed Scuba.
Da er Sohn eines Fischers aus Amed ist, liebt auch er das Fischen. In seiner Freizeit trifft man ihn häufig vor der Play Station in Amed. Oder er spielt super herzlich mit den Kindern aus seinem Dorf.
Karis absoluter Lieblingstauchplatz ist die US. Liberty in Tulamben.
Sein bevorzugtes Getränk: Bintang Beer. Er liebt Schokolade, was man ihm noch nicht ansieht.

Er hört gerne Musik und dabei besonders Reggae, Hip Hopp und Indonesische Musik. Kari spielt gerne Gitarre und nimmt Christine immer das Djimbe ab, wenn sie zu spielen versucht.
Manchmal geht er mit seinen Freunden oder mit Kunden mittwochs ins WaWa-WeWe, um dort die Lifemusik zu hören. Er sieht gerne Aktionfilme wie Spiderman, Matrix, Pirates of the Carribian und 007. Sein bevorzugter Schauspieler ist Jonny Depp und Angelina Jolie und Victoria Backham-Adam.

Bei Amed Scuba füllt er meistens die Flaschen, kümmert sich um das Equipment und lacht gerne mit den Kunden. Er ist immer freundlich und zu Scherzen aufgelegt.
Seine Freunde schätzen seine Loyalität.

Ziele für die Zukunft: Padi Course Director.

Kari ist in Amed geboren. Amed ist berühmt für seine vielen verschiedenen Tauchplätze an denen man wundervolle, farbige Korallengärten sehen oder an steil abfallenden Wänden abtauchen kann, entlang der Strömung driftet und einen unglaublichen Artenreichtum unter Wasser entdecken kann.
Da er Sohn eines Fischers ist und das Meer liebt, ist eine seiner größten Freuden im Indinschen Ozean und der Bali See mit Amed Scuba und seinen Gästen abzutauchen.

Sonntag, 31. Januar 2010

Trecking in Bali


Amed ist berühmt für seine vielen verschiedenen Tauchplätze an denen man wundervolle, farbige Korallengärten sehen oder an steil abfallenden Wänden abtauchen kann, entlang der Strömung driftet und einen unglaublichen Artenreichtum unter Wasser entdecken kann.
Doch auch über Wasser bietet Amed abwechslungsreiche Landschaften mit wundervollen Aussichtspunkten. Eine dieser atemberaubenden Wanderungen führt uns nach Bangle und zu seinen heiligen Quellen.

Bis Bangle hinauf kann man über gebrochene Straßen mit dem Motorroller gelangen, dort stellt man sein Zweirad ab und dann geht es über Stock und Stein zu einem Spaziergang über Reisfelder in noch recht ursprüngliche Landschaften in die Berge um Amed hinauf.
Im Dorf Bangle und seiner Umgebung wohnen die Menschen alle noch recht ursprünglich in einfachen kleinen Hütten aus unverputzten Steinen, Bambusgeflecht und einem Wellblechdach auf das in der Regenzeit der Regen prasselt. Die Familie lebt mit ihren Tieren zusammen auf engstem Raum. Arbeit finden sie auf den Feldern, wo in den Terrassen der Reis angebaut wird.
Werden die Terrassen geflutet, so pflügen die Bauern diese zunächst mit ihren Rindern, um im Anschluss die Reispflanzen in die frisch gepflügte nasse Erde zu setzen. Bis zu drei Reisernten können pro Jahr auf diese Weise erwirtschaftet werden und dieser Reis wird dringend benötigt, denn er ist in diesem Jahr bereits knapp geworden, so dass Reis aus Thailand nach Indonesien importiert werden musste. Der Reispreis ist auf von 120.000 IDR auf über 155.000 IDR für einen 25kg Sack gestiegen. Dies entspricht bei einem Wechselkurs von um die 140.000 IDR für einen Euro heute etwas mehr als 11 Euro für 25kg. Das erscheint nicht viel, doch bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen eines Arbeiters von 400.000 IDR macht sich dieser Preisanstieg bei den ärmeren Balinesen doch sehr bemerkbar.
Über diese Reisterrassen hinauf zwischen den hoch aufragenden Bergen hindurch wandern wir den heiligen Quellen entgegen. Festes Schuhwerk ist angesagt, wenn wir uns von Stein zu Stein zwischen dichtem Grün hinauf bewegen. Wir marschieren vorbei an kleinen Ananasstauden. Diese Bromelien nehmen ihre Feuchtigkeit über die Haare ihrer Blätter auf. Wir sehen Bananenstauden, hoch aufragende Palmen mit ihren Kokosnüssen und Kaffepflanzen aus dem Dickicht herausragen. Kühe verweilen in ihren Unterkünften am Wegesrand und schauen den Wanderer erstaunt an. Riesige Lavasteine pflastern den Weg und Tempel laden zum Verweilen ein. Bevor gepflanzt oder geerntet wird, bringen die gläubigen Balinesen ihren Göttern und besonders Dewi Sri der Reisgöttin Opfer dar und beten: „Entschuldigung, wenn ich jetzt die Reispflanzen pflücken werde, aber ich brauche sie, um mich und meine Familie damit zu ernähren.“
Auch wenn die Quellen, die man in einer kleinen kühlen Schlucht findet, eher unspektakulär sind, so belohnen einen doch die wunderbaren Aussichten für den Aufstieg.
Selamat datang di Bali! Herzlich Willkommen in Bali!

David Attenborough hat Bali einmal als den schönsten Ort auf Erden bezeichnet.
Weiße einsame Strände, türkisblaues Meer, abgelegene Tempel spektakuläre
Reisterrassen, bunte betörende Düfte im warmen Sommerwind oder stinkender,
lauter Linksverkehr, Kamikaze-Motorradfahrer, enge, matschige Straßen,
Souvenirläden, nervige Händler, Fastfood Ketten, bevölkert von Massen
betrunkener, grölender Touristen. Die beiden Gesichter des Bali-Tourismus, die
beide auch in den Touristenmetropolen Balis zu finden sind.
Verlässt man den Süden Kuta´s und lässt sich auf die Insel und den Kontakt zu
ihren liebenswerten und freundlichen Bewohnern ein, so wird man den Balinesen
sicherlich zustimmen können, die ihre Insel für ein Geschenk der Götter halten,
ein Stück Himmel, das auf die Erde gefallen ist. Dafür benötigt man nur ein
wenig Zeit und ein paar Insider Tipps und vielleicht antworten auch Sie dann wie
der Maler Walter Spies, der von seinem Aufenthalt in Bali berichtet: „Ich bin
bald für die Welt verloren!“
Elizabeth Gilberts Roman Eat, Pray and Love wurde gerade mit Julia Roberts von Brad Pitt auf Bali verfilmt und gibt Einblicke in das Leben von Balinesen und ihren Charakter.
Douglas Adams, Mark Carwardine, Die Letzten ihrer Art. Eine Reise zu den
aussterbenden Tieren unserer Erde. London 1990. Ein sehr unterhaltsamer
Reiseroman über ein ernstes Thema. Hier begleitet man die Autoren auf ihrer
Reise zu aussterbenden Tierarten.
Vicki Baum, Liebe und Tod auf Bali. Köln 1984. Einfühlsamer und sachkundiger
Historienroman, der die Folgen der holländischen Besatzung Balis schildert.
Pramoedya Ananta Toer, Bumi Manusia – Garten der Menschheit. Berlin 1984. Roman
über das Leben eines heranwachsenden Jungen in Indonesien von einem der
bedeutendsten Schriftstellers unserer Zeit.
Adrian Vickers, Ein Paradies wird erfunden. Bali – Mythos und Geschichte. Köln
1994. Das Sachbuch schildert sehr kenntnisreich die balinesische Kunstgeschichte.
Tauchliteratur:
Ein für Taucher äußerst empfehlenswerter ausführlicher Tauchführer, der nahezu alle
wichtigen Tauchgebiete Balis ausführlich beschreibt und mit Karten belegt.
Einreisebestimmungen
Botschaft der Republik Indonesien
Lehrter Str. 16 – 17
10557 Berlin

Tel: 030 – 47807 – 0
030 –47807- 271 Herr Octav
Fax: 030 – 44737142
Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 9 – 12:30 und 14:30 – 15:30
Freitags 9 – 12
Einreisebestimmungen können sich ändern! Um auf dem neuesten Stand zu sein, kann
man die Indonesische Botschaft telefonisch oder über das Netz erreichen
Zur Einreise nach Indonesien muss man im Besitz eines noch mindestens sechs
Monate gültigen Reisepasses sein und der Visagebühren, die in bar oder mit einer
Kreditkarte beglichen werden müssen. In US Dollar oder in Euro zu bezahlen ist
möglich. Den Restbetrag beim Bezahlen mit Euro Scheinen, die man allerdings
passend zur Hand haben sollte, erhält man in indonesischen Rupien ausgezahlt.
Bleibt man weniger als sieben Tage, kostet das Visum zehn US-Dollar, verweilt
man bis zu 30 Tage, zahlt man 25 US-Dollar. Will man länger einreisen, muss man
das Visum bei der Indonesischen Botschaft beantragen, die einem für 35 Euro und
zwei Passfotos einen Aufenthalt bis zu 60 Tagen gewähren.
Bei der Einreise über Bali passiert man drei Schalter. Am ersten bezahlt man die
Gebühren für das Visum. Erst dann kann man sich am zweiten Schalter anstellen,
um mein Visum zu erhalten. Nach der Gepäckausgabe, passiert man den letzten
Schalter für den Zoll.
Eine spezielle Regelung des Landes verlangt vom einreisenden Touristen auch ein
gültiges Ausreiseticket aus dem Land Indonesien. Wenn man also vor hat das Land zu bereisen und
über ein anderes Land auf dem Landweg auszureisen, so gestalten sich dieses als
schwierig. (z.B. ich reise per Flug nach Bali ein, möchte Indonesien aber mit
der Fähre von Batam nach Singapore verlassen, was umgekehrt übrigens kein
Problem darstellt, so habe ich Schwierigkeiten bei der Einreise.)

Achtung!!! Was einem bei der Einreise nur selten mitgeteilt wird und was zu
Schwierigkeiten bei der Ausreise führen kann, sind die bei der Ausreise in bar
zu verrichtenden Gebühren an die Indonesische Regierung. Man sollte im Besitz
einer Ausreisegebühr von 150.000 Rupien (ungefähr elf Euro, je nach
Umtauschkurs) pro Person sein. Auch Kinder müssen den vollen Preis bezahlen.
Vor dem Hintergrund der Attentate, bei dem muslimische Extremisten mit Unterstützung der El Quaida vor Diskotheken Kutas Sprengsätze zündeten, hat das
Auswärtige Amt auf die weiterhin auf Bali bestehende Anschlaggefahr hingewiesen
und zu erhöhter Vorsicht im Bereich von touristischen Zentren gewarnt. Aufgrund
der aktuellen Sicherheitslage besteht jedoch kein Anlass von Reisen nach Bali
abzuraten. Auf Bali treten im Gegensatz zu vielen anderen Regionen keine
auffälligen politischen, ethischen und sozialen Spannungen auf.
Verhaltensregeln auf Bali. Die legendäre Freundlichkeit und Toleranz der Balinesen scheint eine Charaktereigenschaft der Inselbewohner zu sein. Die Balinesen sind generell sehr
offen, kontaktfreudig und interessiert an ihren Gästen und schätzen auch das
Interesse der Touristen an ihrer eigenen Kultur und Religion. Zeigt man sich
interessiert, so ist man auf Festen, in Tempeln und auf Zeremonien ein gern
gesehener Gast. Um dem perfekten balinesischen Gastgeber Respekt zu zollen,
sollte man jedoch auf bestimmte Verhaltensregeln achten.

Tempelbesuch
Möchte man einen der zahlreichen Tempel auf Bali besichtigen, müssen sich sowohl
Frauen als auch Männer einen Sari um die Hüften schlagen und einen Gebetsschal (Selendang)
umlegen. Diese sind entweder vor dem Heiligtum zu mieten oder man erwirbt diese
wunderschönen Stoffe vorher günstig auf einem der zahlreichen Märkte. Das
Handeln sollte man dabei nicht vergessen! Der Händler verlangt mindestens
zunächst das Doppelte des Preises.
Das Klettern auf Tempelmauern und Tempelschreine - dem Sitz der Götter, wenn sie
zu Besuch sind - sollte man unterlassen. Blut gilt in der Hindu-Dahrma Religion
als unrein und lockt aus balinesischer Sicht böse Dämonen an. Daher ist es
Frauen während ihrer Menstruation und jedem mit offenen Wunden verboten, den
Tempelbezirk zu betreten.
Sitzt man auf dem Boden, so gilt es als unhöflich, jemandem die unreinen Füße
entgegen zu strecken. Das gilt besonders für den Priester, über den man sich
auch nicht stellen sollte. Genauso wie man sich nicht zwischen einen Gläubigen
und den Schrein, vor dem er betet, platziert.
Während die Füße als unrein gelten, ist der Kopf hingegen heilig und sollte
daher nicht berührt werden. Mit der linken Hand wäscht sich der Balinese (auf
Toiletten gibt es für ihn nur Wasser). Daher gilt es als absolut unhöflich etwas
mit der linken Hand zu übergeben. Obwohl sehr tolerant, ist der Balinese recht
konservativ. Ordentliche Kleidung und ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild
machen Eindruck auf ihn. Am Strand akzeptiert ein Balinese kurze Hosen und Röcke,
enge Kleidung und Sandalen. Muss man jedoch eine Behörde aufsuchen oder ist man
bei Privatpersonen eingeladen, empfiehlt sich ein gepflegtes Auftreten.
Man findet das ca. 5600 km2 große westlichste der kleinen Sundainseln auf der Südhalbkugel auf
8°30´südlicher Breite und 115° östlicher Länge. Dadurch liegt Bali knapp
außerhalb der immerfeuchten Tropen im tropischen sommerhumiden Feuchtklima. Zwar
unterliegt das Eiland dem Einfluss des feuchten Nordwest- und des trockeneren
Südost-Monsuns, aber stärker bestimmend ist die Maritimität und die bis zu 3000
m hohe Bergkette, die sich im Norden quer über die Insel erstreckt.
Bei einer mittleren Tagestemperatur von 30,9°C und einer vom Meer her ständig wehenden
kühlen Briese lässt sich entspannt der Tag verbringen. Anstrengend kann
höchstens im Landesinneren die relativ hohe Luftfeuchtigkeit werden, die
getränkt zu sein scheint von ätherischen Ölen und diesem unglaublich
aromatischen Duft nach Blüten, Gewürzen und Räucherstäbchen. Die Temperatur
verringert sich jedoch je 100 Höhenmeter um ca. 1°C. Fährt man in die Berge
Balis, so sollte man also seine Jacke auf gar keinen Fall vergessen.

Genau genommen lässt sich Bali in vier klimatische Bereiche unterteilen, was mit
der hohen Bergkette zusammenhängt, die den Regen ungleich über die Insel
verteilt. Südbali beschert dieser Zustand 2000mm Niederschlag bei bis zu 140
Regentagen im Jahr. Die im Regenschatten der Berge liegenden nordöstlichen
Gebiete erhalten jedoch weniger als 1000mm Niederschlag an bis zu 80 Regentagen.
Die Trockenzeit erstreckt sich im Zeitraum von April bis Oktober. Südbali weist tropisches feuchtwarmes Klima mit hohen Niederschlagsmengen
von November bis Anfang April auf. Die Nächte bringen hier kaum Abkühlung.
In den Bergen oberhalb von 1200 m herrscht Mitteleuropäisches Klima vor.
Hier werden z.B. Erdbeeren und viele Gewürze angebaut. Oberhalb von 2000 m ist
sogar mit Nachtfrösten zu rechnen.
An der Nordküste sinkt die Niederschlagsmenge rapide ab. Die zentrale
Bergkette trennt die schmale Nordküste vom feuchten Süden ab, da diese teilweise
auf der abgewandten Seite des Regen bringenden Südwest-Monsums liegt. Im Nordosten, südlich von Tulamben, herrscht teilweise ein Trockensavannen
Klima in dem kaum Niederschlag fällt.
Das Leben der Balinesen richtet sich zwischen dem Meer (kelod Richtung) und den
Vulkanbergen (kaja Richtung) aus.
Die Vulkan Berge, der Sitz der Götter, erstrecken sich über die gesamte nördliche
Ost-West-Achse der Insel. Sie sind vulkanischen Ursprungs und bedecken rund drei
Viertel der Inselfläche. Majestätisch ragt der für Balinesen heilige Berg Gunung
Agung mit über 3000 m aus dem Gebirgszug heraus. Dieser höchste Berg stellt für
den gläubigen Einheimischen den Sitz der Götter und das Zentrum der Welt dar.
Daher ist das Leben der Balinesen auf diesen Vulkan hin ausgerichtet, der 1963
das letzte Mal ausbrach. Hier befindet sich auch der Muttertempel Besakih.
Die Hauptwege der Dörfer verlaufen daher immer in Richtung vom Meer zu den
Bergen hin und auf den Familiengehöften befindet sich der Familientempel den
Bergen zugewandt. Auch die Kopfseite des Bettes sollte in diese Richtung weisen.
Auf der Meerseite befindet sich eher die Abfallgrube oder der Schweinestall.
Der Gunung Agung grenzt direkt an das Batur-Massiv. Die Caldera wird vom Batur
See ausgefüllt. Daneben befindet sich der Vulkan Gunung Batur (1717 m) und der
Gunung Abang (2153 m). Es gibt hier einen fantastischen Aussichtspunkt, für den
man eine kleine Gebühr an die Regierung verrichten muss. Verschwindet die Sonne
hinter Wolken, kann es hier schon recht kühl werden. Neben der atemberaubenden
Landschaft kann man hier zwei interessante Tempel besichtigen, der Pura Ulun
Danu Batur. Mit Danu beten die Balinesen die Göttin der Gewässer an. Der Pura
Tegeh Koripan ist ein Shiva Tempel aus dem 9. – 13. Jahrhundert mit sehr
interessanten Statuen.
Das landschaftlich wunderschöne Bratan Massiv, mit dem Gunung Batukan (2276 m)
und dem Gunung Catur (2096 m) liegt fast im Zentrum von Bali. Ursprünglich
bildete die Caldera einen einzigen großen See, der nach Erdbeben jedoch zum
großen Teil abgelaufen ist und heute drei, zwischen kleinen Vulkankegeln
gelegene, idyllische Seen und fruchtbares Ackerland beherbergt. Die Seen Danau
Bratan, Danau Buyan und Danau Tamblingan, auf denen man auch Wasserski laufen
kann, finden sich eingebettet in eine dicht bewaldete z.T. wolkenverhangenen
Bergwald. Hierin befinden sich Kaffee- und Kakaoplantagen oder Gewürzfelder.
Sehenswert sind der Shiva-Parvati Tempel Pura Ulum Danu Bratan, der Botanische
Garten und der Marktort Candi – Kuning, wo man Gewürze und frische Erdbeeren
erwerben kann. Wer Golfen möchte, wird auf einem der schönsten Golfplätze der
Welt sicher zufrieden gestellt. Der Golfplatz entspricht internationalem
Standart und man spielt 18 Loch auf 6,4 km.
Das Bratan – Massiv läuft westlich in den dicht bewaldeten ca. 77500 ha großen
Nationalpark Taman Nasional Bali Bratan aus. Da es sich zum größten Teil um
Sekundärregenwald hadelt, ist er teilweise undurchdringlich. Der Bali Tiger
wurde längst ausgerottet, aber man trifft hier auf zahlreiche Flora und Fauna
unter anderem den endemischen Bali Star (Leucopsar Rothschildi).
Im Osten Balis liegt der ca. 1200 m hohe inaktive Gunung Seraya.